Presseerklärung – Mitzvah Day 2020

Jüdischer Tag der guten Taten „Mitzvah Day“ 2020: Viele soziale Aktionen unter Corona-Bedingungen

 

Gemeinschaftliche soziale Aktionen sind unter den Bedingungen der Corona-Pandemie schwieriger geworden. Dennoch ließen sich an diesem Sonntag (15. November) mehrere Hundert Freiwillige nicht abhalten, am jährlichen jüdischen Tag der guten Taten, dem Mitzvah Day, aktiv zu werden. Um die Hygiene-Regeln einhalten zu können, werden in diesem Jahr weitere soziale Aktionen auf die Wochen bis Ende November verteilt, so dass ein Mitzvah-Monat entsteht. Insgesamt finden fast 100 Projekte mit insgesamt 2.000 Teilnehmern statt.

Neben Blutspende-Aktionen gab es vor allem Einsätze für Senioren, stets mit Abstand. Schülerinnen und Schüler der Frankfurter Lichtigfeld-Schule lasen Geschichten auf Deutsch und Russisch ein, die sie als Audiodateien an Menschen im jüdischen Altersheim schickten. Andere bastelten Grußkarten oder führten im Hof des Altersheims ein Theaterstück auf, dass die Bewohner vom Balkon aus verfolgen konnten. Der jüdische Sportverein Makkabi führte ein „Plogging“, einen Müllsammellauf in ganz Deutschland, durch.

Zum Mitzvah Day 2020 (#Move4Mitzvah) erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster: „In diesen Zeiten ist sozialer Zusammenhalt schwieriger und zugleich so viel wichtiger als sonst. Im Mitzvah-Monat November leisten wir einen Beitrag dazu, uns vor allem um Menschen zu kümmern, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden. Der Mitzvah Day ergänzt in diesem Jahr ganz hervorragend das Engagement unserer Gemeinden, die schon seit dem Frühjahr für alle von der Pandemie betroffenen Mitglieder Hilfe leisten.“

Der Zentralrat der Juden in Deutschland koordiniert den bundesweiten Mitzvah Day seit 2012 und unterstützt die Gemeinden und Gruppen in der Vorbereitung ihrer Projekte. Das hebräische Wort „Mitzvah“ bedeutet „Gebot“ und umgangssprachlich „gute Tat“.

Weitere Infos: https://www.mitzvah-day.de/

Rückfragen unter: presse@zentralratderjuden.de

 

Berlin, 15. November 2019 / 28. Cheschwan 5781